Fjälla

Du brauchst mich.
Du verbrauchst mich.
Du brauchst mich nicht mehr.

Du brauchst nur alle anderen, um dir zu zeigen,
dass es viele gibt, die noch gebraucht werden wollen,
und noch nicht verbraucht sind, wie ich.

Du brauchst was neues.
Keinen Regen, keine Trauer.
Du verbrauchst keine Zeit,
um zu finden, was du brauchst.

Du brauchst mich nicht.
Du brauchst was neues.
Ich brauch den Oktober, du den November.

Ich bin hier. Ich existiere.
Ich bin frei.

Ich möchte weg von hier,
irgendwo anders existieren.
Ich bin frei.
Ergo,
ich gehe.

Ich bin dort. Ich existiere noch immer.
Ich glaube, ich bin freier geworden.

Ich bin hier. Ich existiere.
Ich bin wirklich hier, weil ich nicht verloren bin.

Ich bin frei. Wir sind frei.

Viele von uns sind nicht frei.
Wir haben nicht die Freiheit
Zu hören, zu sehen, einfach zu sein.

Nicht die Freiheit zu realisieren,
dass es mir zu Hause besser gefiel.
Ergo,
Ich bleibe.

Alles ist anders als sonst und doch ist alles wie immer.

Ich bin allein.

Menschen werden schlagartig abstrakt.
Ist das Realität, Erinnerung oder nur Fantasie?
Ich weiss es nicht.
Macht nichts.
Danke, dass du mit mir darüber sprichst.
Du machst dir die gleichen Gedanken, verstehst mich, magst mich.

Wir sind zu zweit.

Draussen scheint die Sonne, doch es ist dunkel.
Stumm zwitschern die Vögel.

Er ist allein.

Dunkelheit.
Plötzlich Licht.
Es schliesst dich in seine Arme.
Willkommen auf dem Jahrmarkt des Seins.
Licht, Farben, Stimmengewirr.
Wunderbar, hell, warm ist dir.
Abtastend, mit jedem Schritt was Neues.
Such dir einen Platz auf dem Karussell.
Die Fahrt beginnt.

So viel, so schnell,
Zieht alles an dir vorbei.
Noch höher, noch schneller.
Keine Grenzen, nur Möglichkeiten.
Jubelnd in atemberaubender Höhe
Und schweigend in lähmender Tiefe.
Finde dich auf dem Jahrmarkt des Seins.

Ganz oben angelangt,
Du siehst runter, zurück auf was war.
War das was war das was du wolltest?
Der Einsamkeit ausgesetzt, hast du Angst?
Nein, die Dunkelheit schliesst dich in ihre Arme.
Und du sie in deine.
Aus.

Du greifst nach der Sonne,
vom Leben getrieben.
Du hältst dich an ihr fest,
bist so nie stehengeblieben.

Sie schwingt dich dorthin,
wo du nicht hinwolltest.
Du lässt los,
das war alles, was du konntest.


Sind die Scheinwerfer auf dich gerichtet?
Sie blenden dich.


Blaue Augen haben dich zu sich geholt.
Du küsst die Scheinwerfer,
funkelst nun auch.
Jetzt ein IHR.

Das Glück in dir will schreien,
du kannst nichts als weinen.


Sind die Scheinwerfer auf euch gerichtet?
Ihr blendet sie.


Ihr greift nach der Sonne,
vom Leben getrieben.
Ihr haltet euch an ihr fest,
habt so angefangen zu lieben.

Sie schwingt euch dorthin,
wo ihr nie hinwolltet.
Ihr bleibt am Funkeln,
Wärme ist alles was du wolltest.

Violett steht für Geheimnisvolles.
Das Geheimnis hinter deinem Handeln für dich.
Violett steht für Mystik.
Das mystische hinter deinem Handeln für sie.
Violett steht für Verzicht.
Verzichtest du, weil sie es nicht wert ist? Nein. Du bist das Wertlose.
Violett, als UV-Strahlung nicht mehr sichtbar.
Umso sichtbarer der Fehler, den du begehst.
Kannst du aufhören? Nein.
Bist du froh darüber? Nein. (Übrigens im Gegensatz zur fröhlichen Komplementärfarbe Gelb. Diese nimmst du nachher in Form einer Banane zu dir. Nützet es etwas? Nein.)
Du fällst.
Violett steht für Phantasie.
Du stehst jetzt in der Realität.
Violett steht im kurzwelligen Spektrum des sichtbaren Lichtes.
Du läufst mit schnellem Schritt weg (wie immer).
Violett steht für Einsamkeit.
Einsam seid ihr jetzt beide (du warst es schon immer).
Violett steht für Trauer.
Sie trauert, du auch?
Du isst eine Litschi, deine Tränen fallen auf sie. Ja, du trauerst.
Violett beruhigt.
Du bist unruhig.
Violett ist eine Mischung aus Rot und Blau.
Rot, die Liebe von ihr für dich. Blau, die Kälte von dir.
Rot, die Wut auf dich (von dir, nicht von ihr). Blau, jetzt auch die Kälte in ihr.
Violett steht für Selbstvertrauen.
Davon hast du nichts.
Violett steht für Würde.
Diese hast du verloren.
So kraftvoll wie Violett bist du nicht.
Es tut dir leid.
Violett steht für Geheimnisvolles.
Das Geheimnis hinter deinem Handeln bleibt.

74 A steht übrigens für den Pianosound. Wenigstens etwas ist geklärt.

Wir sind noch so jung, so roh
Und doch geben wir uns Farbe, Identität,nur um sie am nächsten Tag wieder zu verwerfen.
Sie hält nicht lang,
dafür vermischt sie sich mit der neuen,
die wir uns am Dienstag geben,
sie wird sich weitermischen,
weiterentwickeln,
keinen Abschluss finden.

Vielleicht doch,
vielleicht in X Minuten.
/Mal sehen, wie es in X Minuten aussieht.

Der rote Apfel ist das Symbol der Ursünde.

Die Thermosflasche ist ein doppelwandiges, flaschenähnliches Gefäss zum Warmhalten besonders von Getränken.

Die Farbe Rot steigert die Sinnlichkeit, das bewusste Erleben und Fühlen und den Ausdruck ungehemmter Leidenschaft.

Für was steht wohl „Ach Bitte“?

Guten Morgen, gut geschlafen?
Der Tag bricht, das Lied fängt an.
Ein schüchternes Tröpfeln des Regens über uns.
Im gelben Scheinwerferlicht klingen die einzelnen Saiten.
Und dann lassen wir es krachen, ob wir lachen wenn wir’s machen?
Zärtlich wild und ohrenbetäubend leise. (Wir wollen ja niemanden wecken!)
Ein abgehacktes Atmen, stockend noch eine letzte Frage:
„Darf ich dich zum Frühstück verspeisen?»

Ein Schluck, nur ein Schluck.
Es pulsiert, pulsiert in dir.
Zum puls des Beats.

thth...th, thth...th

Ouzo er ist in dir,
geh nicht mehr weg!
Du willst noch mehr? flüstert er dir ins Ohr.
Schraub meinen Deckel auf,
setze mich an deine Lippen.
Aber nein, bald ist es vorbei.
Um dich herum verstummt es,
nur der Nachgeschmack in deinem Mund bleibt.
Ich trink‘n Ouzo, du so?

Wenn wir nicht kommen, können wir nicht lieben.
Und momentan kommen wir nicht.
Wenn wir nicht reden, können wir nicht lieben.

Wir beginnen zu reden.

Etwas fehlt, sagt sie.
Von uns beiden, sage ich.
Aber was, fragen wir.
Aber wieso, fragen wir.
Jetzt sagen wir: Let’s go deeper.
Und wir lieben.

Die Nacht, die wir herbeisehnen.
Die Nacht, in der wir aufblühen.
Die Dunkelheit verschluckt uns nicht, wir bringen sie zum Glühen.

Orange blinken die Ampeln wie wachsame Augen.
Seht uns nur zu!
Spürt ihr das Leben und das Beben, das die Nacht bringt?
Eingehüllt von der Hitze.
Körper an Körper, Haut an Haut.
Die Zeit verliert ihre Macht,
kein Ende, kein Anfang, nur Nacht.
Wir lachen, schreien, singen.
Hört uns nur zu!

Doch langsam erlischt die Flamme,
vergeht die Glut, schwindet die Hitze.
Wir treten hinaus,
die Ampel wechselt zu grün.
Und die Nacht verabschiedet sich.

FjällaFjällaFjälla
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